Auf der gestrigen Fachtagung fragte mich der Moderator des Panels, ob ein Teilnehmer in einer TV-Quizshow, wie etwa “Wer wird Millionär”, über Informationskompetenz verfüge: Um die Quiz-Frage zu beantworten (“die Problemlösung”) und die richtige Informationsquelle auszuwählen, sich zu entscheiden zwischen Telefon- und Publikumsjoker, zwischen Intuition und eigener Fachkompetenz ist Informationskompetenz erforderlich. Ja, sicherlich, sagte ich, eine zwar eingeschränkte Informationskompetenz ist da vonnöten, denn Faktenwissen abzufragen und zu beantworten, stellt keine allzu komplexe Problemlösung dar. Auch die Reflexion über die – wie auch immer gefundene – Antwort kommt zu kurz, letztlich geht es nur um das Erreichen der nächsten Gewinnstufe und ein einfaches “richtig” oder “falsch” reicht aus. Die Standards der Informationskompetenz sind nur zum Teil eingelöst. Dieser Gedankengang führte zu einer weiteren Beobachtung: Können Maschinen dies nicht inzwischen besser? Nachdem der menschliche Schachweltmeister von einer Maschine auf den hinteren Platz verwiesen wurde, übernahmen nun auch in Quiz-Shows künstliche Intelligenzen die Führungsrolle: Der IBM Computer “Watson” gewann in der amerikanischen TV-Show Jeopardy die Runde gegen die Top-Konkurrenten aus Fleisch und Blut. Zukünftige Informationskompetenzen müssen im Zusammenspiel von menschlicher und künstlicher Intelligenz gesehen werden. Bei der Anfrage an eine Suchmaschine fängt es bereits an…
Gefaellt mir sehr die Seite. Gute Themenwahl.